juli

27. Juli 2010 - 23:33 Uhr

fast geschafft. geschafft weil: meistens freudlos.

ein bisschen wütend gewesen, ein bisschen dumm, lösungsssuchend. scheiternd.

naja. es wird langsam normalität. das mit dem schlecht gehen. man muss es nicht überkommunizieren.

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juni

30. Juni 2010 - 00:16 Uhr

“nichts ist gut”. alternativlos, unzufrieden, jammerig, meckerig, stillstehend, hoffnungslos. erstickende gefühle. mutlos. die ganze palette der negativen emotionen beheimatet in einem monat, der, wenn ich radikaler wäre, mal so richtig scheiße war. kommt in die top ten der verzichtbaresten monate.

wie immer nicht alles schlecht, aber das, was mies ist, ist grad viel, vordergründig und belastend.

würde gern sagen, dass es besser wird. warten. so ein bisschen hoffnungslos. zu wenig optionen.

ach. dreck.

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überemotionalität im juni.

10. Juni 2010 - 00:03 Uhr

eigentlich ist alles gut. eigentlich. nur eine sache nicht. eine einzige. und die trübt alles irgendwie.

selbstgewähltes schicksal. es wäre gut, würde es einfach aufhören oder sehr schnell anders werden. letzteres lieber.

ich verspreche auch, dass ich dieses jahr meinen weihnachtswunsch konkreter formuliere.

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so ein bisschen mai

24. Mai 2010 - 23:58 Uhr

gedanklich beim umzug hängend. tausend dinge zu tun, dann eine woche “tagung” also eigentlich unbezahlte projektarbeit. bezahlung dann ab juni. naja. immerhin eine der abzählbaren negativpunkte des ersten jobs: die vorarbeit war unbezahlt und nicht unerheblich. langsam schwinden aber die zweifel - oder konzentrieren sich genau auf einen punkt, bei dem ich mich nicht traue ihn offen zu sagen - zweifel auszusprechen und das macht magenschmerzen. ein bisschen. wie immer alles: wird gehen, wenns muss. wieder zurück und wieder umzugsgedanken - noch nicht viel getan, aber immerhin drei to-do-listen angefertigt, damit das abstreichen dreifach freude macht. ich rede mir ja ein, dass das alles nicht schlimm wird - denke aber dan auch immer, dass ich vor 5 jahren in diese wohnung zog und dachte, dass ich kein einziges buch mehr kaufen will, weil die irgendwann mal wieder mit mir ausziehen müssen. ich hoffe einfach auf vieler hände hilfe. vielleicht tue ich mich auch nur so schwer mit der to-do-liste, weil alles neu wird, anders und erwachsener. ich höre dinge wie “abschreibung” oder das ich muttis geburtstagsblumenstrauß absetzen kann - dabei hab ich mutti seit jahren keine blumen gekauft. ändert sich das, ändert man sich - schenkt man auf einmal blumen, weil man die steuerlich absetzen kann - ist das “erwachsen” sein?

ich hoffe nicht.

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april

24. April 2010 - 03:10 Uhr

drei entscheidungen: pro job 1, pro wohnung 2, pro wir 3.
umkämpft. gewonnen.
so muss das sein.
danke!

1 naja, eigentlich ….”nur” ein stipendium…
2 8 wohnungen gesehen, 2 gewollt, eine bekommen. bezahlbar, im zentrum, sanierter altbau, 100qm, der f. und ich. mitwohndings. ohne meckern. toll.
3 sie wissen schon. das anhaltende hach im bauch…

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märz

26. März 2010 - 03:13 Uhr

ich war heute zu 80% unausstehlich, der rest war so lala.
wenn das immer so wäre, hätte ich mich bestimmt schon mal versucht mit der bratpfanne zu erschlagen, mit der unabgewaschenen!
rastlostatenloses dasein, warten, zusehen, wie andere bewegung haben. leben. steht. still.
und ich bin ungeduldig unzufreiden.

april wird besser. vielleicht.

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28. Februar 2010 - 22:45 Uhr

schreib mal wieder. ich höre das immer mal. es ist keine blockade, keine unlust. ich schreibe ja, immer mal irgendetwas.
vielleicht ist es doch unlust.
ich könnte darüber berichten, wie ich das rauchen aufhörte und heute doch mit einer zigarette hier sitze. oder wie es ist allein im kompetenzfreien team zu arbeiten. wie mein akademikerego sich unterm bett verkroch, wie ich mal wieder ein büro ausräumte, um es jetzt doch wieder zu beziehen – und dafür genau so wenig bezahlt zu werden, dass der staat mich mitfinanzieren muss. wie magenschmerzlich das alles ist.
ich könnte über die ersten sonnentage mit kamera im paradies schreiben, über den wahrheitsgehalt der aufforderung „bedenke, was du dir wünscht!“, über winterschmetterlinge im bauch – über musik, filme, bücher. über die kategorie der c.-menschen, über „wie geht’s dir eigentlich?“, übers spontanweinen, weltraumschlachten, existenzgründungsideenpapiere und über den sterbenden ficus, von überreaktionen, fehlenden reaktionen, wen ich schütteln wollte, ohrfeigen, küssen, drücken oder wem ich einfach danke sagen will.
vielleicht reicht es auch zu sagen, das alles am ende des tages okay ist. irgendwie.

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9. Januar 2010 - 17:19 Uhr

“sie sind überraschend gut geworden” sagt er und schickt mir einen dropboxlink. die bilder, die 20jahre unentwickelt in einer kamera lagen und nun darauf warten ihre geschichte erzählen zu können, laden langsam. nach 20 jahren warten hat man keine eile mehr.
es ist überraschend gut geworden, denke ich rückblickend auf das vergangene jahr.
es geht mir gut. die kleinigkeiten die meinen alltag zum alltag machen, die nerven, die stören, die mich aufhalten und behindern sind überwindbar klein, kaum mehr ärgerlich, vorbeigehen, weitergehen, lächeln, winken. keine notwenigkeit morgens fünf minuten unter der dusche zu weinen, keine waswärewenn-gedankenkreisel mehr. und du bist schuld.
danke. dafür und für so vieles mehr.

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jahreskurzrückblick

7. Dezember 2009 - 02:59 Uhr

drüben in der traumweite lag so ein klitzekleines stöckchen herum, ich nehms einfach mal mit her…

Bestes Musikalbum:
der OST zum [500]days of summer ist fabelhaft. ganze alben zu hören erforderte vermutlich gerade zu viel aufmerksamkeit, die ich nicht entbehren mag.

Beste DVD-Veröffentlichung:
ich habe keine ahnung. älter, aber die einzige dvd, die ich sah, die mir in erinnerung geblieben ist war “aktion mutante”. nicht, dass ich nicht ständig irgendwelche filme sehen würde, aber die sind selten auf dvd gebannt.

Bester Film:
“district 9″ war gut, “[500]days of summer” auch. vermutlich auch älter, aber erst in diesem jahr in mein bewusstsein gekommen ist “brothers bloom”.

Bestes Hörspiel/-buch:
hmtss. ich mochte das hörbuch zu walter moers “schrecksenmeister” und zu matt ruffs “bad monkeys”. das beste hörbuch wird aber das haus, allein, weil das buch mich einige nächte und viel verstand gekostet hat. ich bin gespannt, ob die hörspielversion da mithalten kann. die idee jedenfalls schafft es mein geekherz höher schlagen zu lassen.

Bestes Rollenspielregelwerk:
auch nicht aktuell aber erst in diesem jahr in meinen besitz gekommen: heredium. nicht meine spielwelt, nicht mein präferiertes system, aber eindeutig meine ideenwelt. tolle bilder. (wobei ich ja immer noch sehr in “opus anima” verliebt bin)

Bestes Buch:
“das haus” von mark z. danielewski.
ich mochte auch “verbrechen” von ferdinand von schirach und habs endlich geschafft “war z” von max brooks zu lesen. es gab da noch zwei handvoll mehr tolle bücher und ein paar wenige, bei denen ich nach hundert seiten einfach aufgehört habe…

Aufreger des Jahres:
schwierig in diesem jahr, weil mehr worstcaseszenarien eingetreten sind, als ich bedacht hätte, aber ich entscheide mich für: schlussmachen per mail.

aber das jahr ist ja noch nicht ganz vorbei und tut gerade so, als wolle es sich in den letzten tagen für einiges entschuldigen.

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vom supernannycasting - die letzte runde

3. Dezember 2009 - 20:17 Uhr

nicolausfeier des vereins, der mich anstellen soll. ich mittig zwischen klienten und kindern. binde zöpfe, puste kakao kalt, rühre zucker in tee, lasse mich von feuchtklebrigen kinderfingern befassen, trage ein drei monate altes kind während die mutter raucht, esse einen ungeliebten keks, smalltalke, stelle mich vor, erkläre, suche haargummies und karten eines spiels, knacke nüsse, baue eine schnabeltasse auseinander und zusammen, lächle, freue mich über meine erkältung und den fehlenden geruchsinn, kriege gesagt “weißt du was, ich hab dich lieb!”, räume dinge von einem zum anderen ort, niese, versuche das bewerten zu verschieben, trinke kaffee, wundere mich.
gehe nach hause. antwort in der nächsten woche. warten.

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