31. Januar 2006 - 13:16 Uhr
ursula ist fertig und mit ihr die arbeit. abgeschickt und ausgedruckt. fein
ursula ist fertig und mit ihr die arbeit. abgeschickt und ausgedruckt. fein
ursula ist fertig. nur knappe 10 seiten aber es reicht ggf fürs bestehen, muss ja nicht gut sein, interessiert niemanden. bettchen nun, endlich. ohne schlechtes gewissen schlafen…
kopfschmerzen, den ganzen tag schon. ungut. irgendwie ist einiges besser heute -nicht gut indes.
wie auch immer ursula schreit sich in mein bewusstsein, ein paar seiten noch, ein paar worte aneinanderreihen und es ist geschafft…
im gästebuch:
"Nacht
( -/- ) 27.1.06 23:56
Bei Google. auf der Suche nach dem Begriff "ich bin müde" bin ich hier irgendwo gelandet. Dann musste ich einige Zeilen lesen und dann festsstellen:
1. Das gelesene erinnert mich an meine eigene Zeit in einer anderen Stadt
2. Und irgendwie hätten solche Dinge auch in meinem Tagebuch stehen können
3. Aber das Leben nahm eine andere Wendung und jetzt habe ich 2 Kinder
4. Ich bin immer noch müde."
ich weiß nicht, ob mir das nicht doch etwas angst macht. vielleicht etwas mehr als es sollte.
magenschmerzen. ich hasse das. ich wusste das. ich wollte das nicht. stimmen im kopf sind 1:5 für katastrophe. ebendiese somit sehr wahrscheinlich. nur nochmal fürs protokoll: ich habe es gewusst, ich habe es prophezeit, ich will und wollte das nicht. aber meine meinung zählt ja nicht, das fragen nur pro forma ist im übrigen dahin zu stecken wo niemals sonne scheint.
ggf bringts ja noch freude!ˆˆ
es liest sich, als hätte ich jede nur halbwichtige aussage dreifach verfußnotet.
wie auch immer. 4. unterpunkt schreiben, dann bett. der rest klappt dann auch noch irgendwie, irgendwann.
6:30 Uhr - Wecker klingelt. Träumte von Kopfschmerzen, einer Apotheke und S., der mir zwei Hamster schenkt. Entsprechend wirr vor Badtür gelaufen.
Etwa eine Stunde später sitze ich in der Vorlesung. S1. flötet mir zu, sie habe die Hausarbeit abgegeben. Die, an der ich noch schreibe. Gewissen meldet sich. Vorlesung langweilt, Gespräch indes nicht. Auf dem Weg zur zweiten Vorlesung begenet mir K., die im Subway arbeitet und mir regelmäßig das Essen dort unmöglich macht. Scheußlich. Auf der Suche nach einem Kopierer lasse ich S1. allein und gehe Nahrung jagen. Es bietet sich leider nichts an, was nicht schonmal im Mund eines Tieres war -Zunge war wohl im Grossmarktangebot. Deswegen nur Kaffee. S1. treffe ich inklusive Kopien bei der Vorlesung wieder, welche gegen alle bisherige Erfahrung schlecht ist. Der dicke L. redet Unsinn derweil -wie immer. Beim Verlassen des Hörsaals begenet mit eine Dame, die ich hoffte mit Aushändigung des Abizeugnisses nicht wieder zu sehen. Das folgende Seminar ist so unerhört stupide, dass ich nicht umhin komme mich mit Ursula und der Mitleidsethik zu beschäftigen, mir fällt auf, dass sie die gleiche Argumentation in ihrem Buch -anders als in einem Artikel- nun von Schopenhauer übernimmt, was mich wohl oder übel dazu nötigt die Hausarbeit umzudenken. Während ich Kinderdörfer in Weißrussland abbrennen lasse, referiert eine äußerst unschöne und ohnedies erstaunlich dumme Studentin über Mobbing. Es erscheint mir eine angenehme Alternative mein leben von nun an darauf auszurichten Mitmenschen zu terrorisieren- an diesem Gedanken hänge ich noch während der Heimfahrt, bis ich feststelle, dass H. sich in mein Blickfeld gedrängt hat und mir klar wird: Alles ist anders, ich bin das Opfer meiner Umwelt!ˆˆ
Auch diese Dame hatte ich gehofft nie mehr sehen zu müssen, unschön daran aber, dass sie mir scheinbar unlängst hinterhergezogen ist. Man hätte ja hoffen können, sie nicht mehr sehen zu müssen.
Betroffen von der Hässlichkeit der Welt ärgert es mich auch fast gar nicht mehr, dass Reklame in meinem - mit einem großen Aufkleber: "Bitte keine Werbung" beklebten, Briefkasten zu finden ist.
ich bin sogar zu müde zum meckern.ˆˆ
badewann dann bett. hoffentlich traumloser schlaf.