Archiv für Juli 2008


30. Juli 2008 - 14:57 Uhr

du bist einer der freunde, die mich schon so lange kennen, dass sie sich an die schlimmsten meiner jugendsünden erinnern dürften. grüne haare beispielsweise. und dann warst du in mich verliebt. und ich zweifelte. entschied wie immer nichts und es verflog. und so verflog der kontakt, bis wir eines winters essen gingen, im schicksten restaurant der kleinheimatstadt. und du sprachst von deinem mädchen und wie toll deine welt ist gerade. wir trafen uns wieder und wieder war das mädchen toll. auch beim abendeis monate später war sie es noch, die den film in deinem kopfkino bestimmte.
und dann hast du es beendet. ohne grund, wie dir später aufgefallen war, nachts, alleine. als das tolle mädchen einfach weg war. fortgestoßen von dir. und nun? fragst du - ich mich auch.
es hilft nichts. sie ist fort. und ich sorge mich gerade sehr. weil du noch immer leidest und ich angst habe, dass das leid irgendwann nicht mehr zu ertragen ist - ich weiß, menschen ertragen mehr als sie glauben - sie wissen es nur nicht.

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je wärmer desto dumm!

28. Juli 2008 - 16:51 Uhr

der geek hat mist gemacht. gegen elf erhalte ich die mail, dass nun alles funktionierne sollte. gegen fünf nach elf schreibe ich zurück, dass gar nichts geht- er antwortet, dass ich wohl die falsche "dose" benutzen würde. ich schreibe: nein! wohlwissend dass es genau die ist, an der der pc hängt, der funktionierendes internet hat. er bietet am freitag einen termin an. na dann: es könnte sein letzter sein!

aber es ist ja nicht so, als sei ich nicht vor "mountmääään" gewarnt worden: er sei irgendwann mal wissenschaftlicher mitarbeiter gewesen, bei einem prof, der vor sieben jahren emeritierte. irgendwas musste man mit ihm tun: behalten wollte man ihn nicht, gehen lassen durfte man ihn nicht, also versetzten sie ihn so weit, dass er nun auf einer stelle festhängt, die er mehr oder minder unfähig ausfüllt. natürlich ohne projekt- oder lehraktivität. eine weitere universitätsleiche, die keinem nützt aber kosten verursacht, die für anständige lehrkräfte eingesetzt werden könnte. aber gut, es hat ja bekanntlich wenig sinn über sinn und unsinn der personalpolitik und arbeitsmoral an dieser uni nachzudenken. hier hat ja offenbar nicht einmal die sekretärin irgendeine organisationskompetenz. da verschwinden unterlagen, die dem lehrstuhl gehören und der hiwi ist der trottel, der dem wochen lang hinterherläuft und am ende im fremden system selbst suchen muss. vergeblich natürlich.House of the Dead movie

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der geek

25. Juli 2008 - 15:15 Uhr

aufgabe: stellen sie sich vor, sie sind unterbezahlte studentische mitarbeiterin an einem offenbar unwichtigen lehrstuhl (das merken sie daran, dass er in wenigen monaten nur noch aus einer halben juniorprofessur bestehen wirdund sie arbeitslos werden - oder aber ihr studium auf die ein oder andere art beenden) und dieser lehrstuhl hat einiges an technischem equipment, u.a. ein relativ passabler laptop, der indes trotz einiger spielereinen nicht dazu zu überreden war sich mit dem internet zu vereinen.
stellen sie sich weiterhin vor, sie seien absolut grandios auf dem gebiet des problemverursachens. sie können nichts besser, als sich selbst, wahlweise auch andere aus ihrem umfeld in probleme aller art zu stürzen. darüber hinaus verfügen sie über nur sehr rudimentär vorhanden kompetenzen des problemlösens und auch diese sind nur von zweifelhafter qualität auf keinen fall aber haben sie probelmlösungskompetenzen in einem lebensnahen bereich und technik ist ihnen von kind an feind.
was tun?
sie suchen sich einen geek. das sollte an sich in ihrem umfeld nicht so schwer sein, ein bisschen geek sind sie ja selbst, irgendwie - somit ist die kommunikation gesichert.
und tatsächlich: sie finden heraus, dass es so etwas wie einen “anschlussbeauftragten” für ihr institut gibt. freudvoll schreiben sie ihm eine email, sie glauben ja, das sei genau das kommunikationsmedium, was der geek bevorzugt.
nach vier tagen antwortet er, dass er ersteinmal drei wochen im urlaub sei, sich danach aber kümmert.
drei wochenund drei tage später, sie hatten gehofft, er würde noch an sie denken, erinnern sie den geek an seine pflicht. und prompt bieter er an in der gleichen woche, auch schon am freitag vorbei zu kommen und ihnen zu helfen. sie sidn begeistert. zwar klingen seine mails immernoch sehr unhöflich, aber ihnen wird geholfen werden und mit dieser aussicht ergeben sie msich doch gern in ihr schicksal.
freitag elf uhr. sie haben sich eine stunde früher als gewohnt aus dem haus gestohlen und sind pünktlichst im büro. keine spur vom geek. sie werden ein bisschen wütend, denken dann aber daran, dass schon ein böser blick das scheue wesen “geek” nachhaltig verstören und damit arbeitsunfähig machen könnte. fünf minuten (sie müssen an einen roboter denken, der, um fehlbarer zu wirken exakt immer 5 minuten zu spät kommt…) später klopfts sehr zart an ihre tür. sie erinnern sich: lächeln hilft und bitten ihn herein. und sind ersteinmal so sprachlos, dass sie vergessne zu lächeln - aber das macht nichts, er hat es vermutlich gar nicht sehen können. tatsächlich wissen sie nicht genau was er sieht - er kneift konsequent ein auge zusammen und mit dem anderen starr er zur decke, aber er erspäht irgendwie den laptop, setzt sich wortlos davor und schaut ersteinmal. ein, zwei…einige minuten lang. dann macht er ihn an. packt drei verschiedenen brillen aus, einen usb-stick und wartet, schaut auf den bildschirm. wieder einige minuten. er endeckt die tastatur und tippt kurz, entscheidet sich dann aber doch einen kollegen zu rate zu ziehen und ergreift wirtlos das bürotelefon. nuschelt hinein. legt auf. tippt. tatsächlich benutzt er jetzt auch das mousepad. vor allem aber starrt er und benutzt nur eine hand und eigentlich nur einen finger zum tippen. sie müssen darüber nachdenken, dass der mensch, der gerade einfingerig herumtippt sie sehr an einen maulwurf erinnert. einen gelben bwler maulwurf. er trägt ein honiggelbes polohemd. bevor sie lächeln - des maulwurfs wegen, sind sie verstört, weil der geek gerade das lankabel am laptop gefunden hat und zehn meter kabel von einer anschlussstelle zur nächsten nachverfolgt. dabei kreist sein ganzer kopf und er bewegt den rechten zeigefinger kreisend mit. als er erkennt, dass es angeschlossen ist, versucht er eine ganze weile den usb-stick anzustecken und schafft es endlich. “das ist ja schon mal gut!” sagts. er tut irgendetwas, einfingertippend. sagt nach einer halben stunde: “so!”, packt seine brillen zusammen und erklärt, dass er dem rechenzentrum jetzt die macadresse übermittelt, welche dann für das uninetz freigeschaltet wird. er geht grußlos.

natürlich hätten sie so etwas wie die “physikalische adresse der netzwerkkarte” auch selbst herausfinden können, ihm per mail schreiben bzw das gleich zum rechenzentrum schicken können, welche sie dann freigeschaltet hätten, aber dann wäre der geek ja arbeitslos und sie hätten eine ganze stunde mehr schlafen können. an einem freitag.
-> live getwittert…

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selbstsabotage, mal wieder…

24. Juli 2008 - 22:42 Uhr

ich sehe derzeit aus, als habe edward norton höchstpersönlich mit mir für den fight club geübt.

rechtes schienbein: blauer fleck: ich weckte mich selbst indem ich liegend senkrecht in die luft nieste, dann drohte zu ersticken und mit tränenden augen das antihistaminika im bad suchte. halb sieben uhr morgens. irgendwo zwischen badezimmer und bett zog ich mir einen stechenden schmerz am schienbein zu, dem ich aber in ermangelung von atmemluft wenig beachtung schenkte - das fleck indes erinnert ja mittelfristig daran.

rechtes schienbein: bettkante kollidierte mit mir, als ich flink vom schlafzimmer zur küche eilte, dem schluckauf abhilfe zu schaffen. dummerweise hatte ich noch keine hose an, die schlimmeres hätte abhalten können und nun prangt auf dem blauen fleck ein fieser kratzer.

linker unterarm: fünf bücher tragend auf dem weg zum minibüro stellte sich hinterlistig ein regal in meinen weg. hansguckindieluftartig, wie ich unterwegs war, übersah ich dies, reagierte zu spät, ließ die bücher fallen (falls jemand psychologiestudiert und demnächst ein sehr zuerschundenes exemplar eines entwicklungspsychopathologielehrbuchs in der hand hält: ich wars nicht - das war schon so!) und mich auch - fast. es blieb eine leicht abgeschürfte stelle, rundherum: blau.

ergebnis von zwei tagen. natürlich wird es genau jetzt wieder warm - aber hey, ich kann ja diesen sommer sowieso keine offenen schuhe tragen - warum denn dann auch nur einen gedanken an röcke verschwenden.^^.

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22. Juli 2008 - 11:38 Uhr
.!.

bastiH hatte mal wieder kopfkino und ideen und ich schließe mich ja ungern selbst aus, sozusagen, deswegen gibts heute kinderbilder.

kleinstheldin auf der lieblingskuscheldecke. es ist aufällig, dass es merklich weniger bilder von mir im alter neun bis achzehn gibt. danach wurde es zunehmend digital und davor war vattern immer ziemlich flink mit der kamera hinter mir her. dumm, dass er sich entschloss zu heiraten und damit nicht meine mutter ehelichte. macht aber nichts: die heldinnenmutter hat das ja offenbar auch alleine sehr gut hinbekommen. gut, mit der ein oder anderen blessur, weil ich langsamer reagierte, als mutter die autotür zuschlug beispielsweise.
aber, wenn man sich klar macht, dass meine ehemalserziehungsberechtigte in meinem alter ein andertalbjähriges mädchen zu bespaßen hatte, welches gerade die ersten halbsätze brabbelte (mein erstes wort war immerhin ball, danach kam auto und dann erst mama), war sie erstaunlich wenig panisch - und wenig überfordert. mutter hatte immer irgendwie eine schicksalsergebene gelassenheit. ob ich nun mit ausgeschlagenem schneidezahn nach haus kam oder mit dem ersten freund, ob ich mich nachhaltig weigerte fahrradfahren zu lernen oder durch die praktische fahrprüfung fiel, auch als ich mit fünfzehn bekifft, betrunken und völlig heruntergekommen morgens um vier abgeholt werden wollte: die mama hat alles überstanden und am morgen danach kaffee gekocht, mich reden lassen und wissend gelächelt ohne mütterlich autoritär zu sein.

schade nur, dass sie eine vorliebe für selbstgestrickte und gehäckelte kleidung hatte…

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21. Juli 2008 - 14:41 Uhr

das ding mit der einsamkeit ist vielleicht folgendes: man ist gefangen im eigenen kopf und niemand kommt vorbei und befreit dich. nicht, dass es nicht menschen gäbe, die das wollten würden. das ist der unterschied zum alleinsein. die welt ist voll menschen die vorbei kommen, reden, stehen bleiben, ein stück mitgehen. aber rein kommt keiner. vielleicht weil man den schlüssel irgendwann in übermütiger laune verschluckt hat und er nun im zwölffingerdarm ein nettes warmes plätzchen zum verweilen gefunden hat.


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Aufgewärmt!

18. Juli 2008 - 10:48 Uhr
.!.

bastiH

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hat ne nette idee, die mir heut das produktive schreiben abnimmt. wir wärmen einfach auf, und zwar das, was man irgendwie selbst als lesenswert erachtet. dank völliger unübersichtlichkeit, zwei kleine geschichten, die ich irgendwann verbloggte, ich weiß nur nicht mehr wann. nun denn:

I.
ich befinde mich in einem klimatisierten raum einer internationalen kaffeehauskette. die erste etage ist menschenleer, was am sonnigen wetter liegen kann. Wir wollen reden, was der straßenmusikant erschwert, weswegen wir uns hierhin begeben haben und nicht auch in der sonne sitzen. ein violettsamtener ohrensessel nimmt mich fast in sich auf und ich verschwinde in der geschichte, die mein gegenüber anstimmt. minuten oder stunden später finde ich mich beim gedanken, dass ich verliebt bin. mein kaffee ist kalt. er redet noch immer in einer berauschenden geschwindigkeit, wie ich bemerke hat er das thema gewechselt, seine worte hüllen mich in andere farben, weit weg ist noch realität und sonne. ich sehe ihm mehr zu, als dass ich höre, was er sagt. lege den kopf schief, beobachte, bemerke, dass er nervös ist.
nicht meinetwegen, schreit es in mir.
ich sage nichts, aber die gedanken kreisen um das morgen. Wenn man nebeneinander aufwacht, in fremden welten, wie die stunden vergehen und ich noch immer nichts weiß, nur bin.
stunden später wache ich neben ihm auf, in der kleidung des letzten tages, bin fasziniert von dem wesen, welches neben mir atmet, lebt, schläft. ich gehe ins bad, frühstücke mit ihm, höre zu. ich bin verliebt. und möchte in diesem gedanken ertrinken, in dem gefühl verschwinden. statt dessen verschwindet er. er muss, der zug, die termine heute sind wichtig. er würde- zögert - geht. und ich lasse zu.
bemerke spät, dass ich nichts gesagt habe.
wir sehen uns nicht wieder.

II.

sie holt gerade ihre sachen, sagt er. fast nebenbei. vielleicht soll ich es nicht bemerken, nicht darauf eingehen. es ist, als zerrisse der dünne spinnenfaden, der noch bestand nun gänzlich. nichts, was noch bleibt. verbindet.
ich erinnere mich an das gefühl des unmutes das haus zu verlassen, es muss winter gewesen sein. mein telephon klingelte und sie weinte. sie wolle sterben, sie sei so allein. sie wolle nur reden, kommen muss ich nicht. er sei gleich da, dann wäre sie auch nicht mehr allein, sie habe es nur gerade nicht mehr ertragen und getrunken habe sie auch. etwas. nur ein wenig zuhören soll ich. nichts weiter. sie war einsam, meine ich, nicht allein. in diese einsamkeit sperrte sie sich selbst, ich war da, am telefon, in der küche, in meiner, ihrer und der neuen auch. sie weinte, in der küche, in jeder, im café, am telephon, auf schulhöfen, in parks, in gedichten. in meinem wohnzimmer, auf meinem bett in jeder wohnung, die ich bewohnte und sie, später mit ihm, bei ihm, wegen ihm. wegen mir, ihr, der welt. in der küche, in der sie weinte hing eine uhr, ich hörte tage und stunden das ticken, später blieb sie stehen, stand in einer anderen wohnung, in der es besser war, das weinen, weniger vor allem. darunter, auf der kleinen tafel ein “ich liebe dich”. immer. zeitlos irgendwann. und jetzt, da ich die wohnung ohne sie kenne ist es verblasst und später weggewischt. sie ging. der faden verschwindet, er reißt nicht.
man kann spinnenfäden künstlich herstellen, las ich. man kann verschlossene türen nicht von außen öffnen, denke ich.
in einer anderen zeit sitze ich vor einem glas bier und höre mich erklären, dass ich wirklich daran glaube, dass bei ihr alles gut wird. mein gegenüber legt die stirn in falten, kommentiert nur kurz, dass er das anders sehe. nein, wenn dann diese beziehung. diese menschen. das. sie schafft das. emanzipiert sich über schmerz, leid, dinge eben, die passieren. mein gegenüber antwortet nicht. er weiß es besser, ich nicht. ich weiß aber auch nicht, wie viel besser er es weiß. er wird ihre uhr in ein neues leben tragen. vielleicht mit einem neuen “ich liebe dich”, vielleicht mit neuen batterien für die uhr, die dann einer anderen zuhörenden zeigen wird, dass dinge vergehen.
in einem anderen leben merke ich, dass es mich trifft. das ich versagt habe, in sehr vielen bereichen, nicht zu letzt als mensch, der hätte tun können, was er nicht tat. vermutlich ändert das nichts, aber ich hätte in die bahn steigen können, damals, im winter.Born to Defend on dvd Return to Never Land release

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lyrischer freitag

18. Juli 2008 - 10:43 Uhr

"ach, stünde die welt doch kopf!
vielleicht fiele ihr was
aus der tasche.
der schlüssel, zum beispiel,
passend für den ausweg."

g. grass

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17. Juli 2008 - 00:58 Uhr

unlängst wurde es auf meinem kopf zu wirer und ich beschloss mich dem zu entledigen - besser: entledigen zu lassen. natürlich studentisch arm und folgerichtig möglichst billig, nicht: günstig. der örtliche "zehn euro für zehn minuten schneiden" -frisör. ich habe zugegebener maßen keine löwenmähne, weswegen die dauer der handarbeiten an meinem schopf auch durchaus angemessen sein könnte: wäre nicht die katastrophe des haarewaschens vorausgegangen. ich zog also freudig ein nümmerchen (offenbar ein ähnliches gerät wie in arbeitsagenturen: es blinkt die zahl, die man gezogen hat, man springt panisch auf, rennt los und lässt sich den kopf waschen), setze mich auf den kopfwaschsessel und wartete auf mein dreiminütiger märtyrium. eine ehemals holde nicht mehr junge dame, die ihren verlorenen jahren seit geraumer zeit nachjammert begann vorerst mit ertäglich kühlem wasser , dann aber mit eisigem schampoo wild mit ihren künstlichen fingernägeln auf meiner kopfhaut herumzufuhrwerken. mehrfach bekratze sie mein ohr, schampoo im auge, wasser im anderen ohr und abschließend noch einmal quer über den schädel, langsam, als wäre es eine tafel und sie wolle aufmerksamkeit… schmerzverzerrt und halbblind schleppte ich mich zum nächsten stuhl und fräulein nummer zwei begann mein haupthaar zu kämmen. besser: wütig mit einem kamm herauszureißen. (ich fühlte mich in die kindheit zurück versetzt, als meine haare lang waren und die großmutter mit dem gelben plastikkamm bewaffnet war…). es folgte dame nummer drei, eine, die man niemals im spiegel hinter sich erblicken möchte, wenns um die eigene frisur geht: jung, hipp, drei haarfarben und absolut keinerlei system, das nachvollziehbar sein könnte. die typische friseuse, die alles auf einmal an sich selbst probieren muss. "wie solls denn werden?" - "ach, nur zwei zentimeter an den spitzen und ein bisschen durchgestuft."

- ich nehme an, das erklärt, weswegen ich nachher so aussah wie vorher und niemand mir freudig erstaunt sagt "ach, du warst beim friseur?!"^^Alligator film

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17. Juli 2008 - 00:43 Uhr

aufräumen hat was von beenden und manchmal ist das nicht die schlechteste idee, ganz und gar ohne den dümmsten satz des jahrhunderts zu wiederholen, der dennoch irgendwie zutreffend wäre: unsere fahrpläne treffen sich einfach nicht. und wenn einer von zweien schon verspätung hat, sollte der andere nicht vergebens warten müssen.

es bleibt zu hoffen zumindest einen grund der schlaflosigkeitbewältigen zu können, den der macht, dass ich mich unpassend fühle in meiner rolle, weil die so sehr sie passen soll, doch an einigen ecken zwickt und an anderen anstößt.

ich werde über nacht klüger werden oder zumindest morgen, in meinem fünf quadratmeter büro, ein wenig neu erfinden von dem was alt ist. wiedermal. es wird ja auch zeit!^^Shooting Gallery movieThe Longest Yard move A Charlie Brown Christmas trailer

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