18. Juli 2008 - 10:48 Uhr
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bastiH
The Chronicles of Narnia: Prince Caspian the movie
hat ne nette idee, die mir heut das produktive schreiben abnimmt. wir wärmen einfach auf, und zwar das, was man irgendwie selbst als lesenswert erachtet. dank völliger unübersichtlichkeit, zwei kleine geschichten, die ich irgendwann verbloggte, ich weiß nur nicht mehr wann. nun denn:
I.
ich befinde mich in einem klimatisierten raum einer internationalen kaffeehauskette. die erste etage ist menschenleer, was am sonnigen wetter liegen kann. Wir wollen reden, was der straßenmusikant erschwert, weswegen wir uns hierhin begeben haben und nicht auch in der sonne sitzen. ein violettsamtener ohrensessel nimmt mich fast in sich auf und ich verschwinde in der geschichte, die mein gegenüber anstimmt. minuten oder stunden später finde ich mich beim gedanken, dass ich verliebt bin. mein kaffee ist kalt. er redet noch immer in einer berauschenden geschwindigkeit, wie ich bemerke hat er das thema gewechselt, seine worte hüllen mich in andere farben, weit weg ist noch realität und sonne. ich sehe ihm mehr zu, als dass ich höre, was er sagt. lege den kopf schief, beobachte, bemerke, dass er nervös ist.
nicht meinetwegen, schreit es in mir.
ich sage nichts, aber die gedanken kreisen um das morgen. Wenn man nebeneinander aufwacht, in fremden welten, wie die stunden vergehen und ich noch immer nichts weiß, nur bin.
stunden später wache ich neben ihm auf, in der kleidung des letzten tages, bin fasziniert von dem wesen, welches neben mir atmet, lebt, schläft. ich gehe ins bad, frühstücke mit ihm, höre zu. ich bin verliebt. und möchte in diesem gedanken ertrinken, in dem gefühl verschwinden. statt dessen verschwindet er. er muss, der zug, die termine heute sind wichtig. er würde- zögert - geht. und ich lasse zu.
bemerke spät, dass ich nichts gesagt habe.
wir sehen uns nicht wieder.
II.
sie holt gerade ihre sachen, sagt er. fast nebenbei. vielleicht soll ich es nicht bemerken, nicht darauf eingehen. es ist, als zerrisse der dünne spinnenfaden, der noch bestand nun gänzlich. nichts, was noch bleibt. verbindet.
ich erinnere mich an das gefühl des unmutes das haus zu verlassen, es muss winter gewesen sein. mein telephon klingelte und sie weinte. sie wolle sterben, sie sei so allein. sie wolle nur reden, kommen muss ich nicht. er sei gleich da, dann wäre sie auch nicht mehr allein, sie habe es nur gerade nicht mehr ertragen und getrunken habe sie auch. etwas. nur ein wenig zuhören soll ich. nichts weiter. sie war einsam, meine ich, nicht allein. in diese einsamkeit sperrte sie sich selbst, ich war da, am telefon, in der küche, in meiner, ihrer und der neuen auch. sie weinte, in der küche, in jeder, im café, am telephon, auf schulhöfen, in parks, in gedichten. in meinem wohnzimmer, auf meinem bett in jeder wohnung, die ich bewohnte und sie, später mit ihm, bei ihm, wegen ihm. wegen mir, ihr, der welt. in der küche, in der sie weinte hing eine uhr, ich hörte tage und stunden das ticken, später blieb sie stehen, stand in einer anderen wohnung, in der es besser war, das weinen, weniger vor allem. darunter, auf der kleinen tafel ein “ich liebe dich”. immer. zeitlos irgendwann. und jetzt, da ich die wohnung ohne sie kenne ist es verblasst und später weggewischt. sie ging. der faden verschwindet, er reißt nicht.
man kann spinnenfäden künstlich herstellen, las ich. man kann verschlossene türen nicht von außen öffnen, denke ich.
in einer anderen zeit sitze ich vor einem glas bier und höre mich erklären, dass ich wirklich daran glaube, dass bei ihr alles gut wird. mein gegenüber legt die stirn in falten, kommentiert nur kurz, dass er das anders sehe. nein, wenn dann diese beziehung. diese menschen. das. sie schafft das. emanzipiert sich über schmerz, leid, dinge eben, die passieren. mein gegenüber antwortet nicht. er weiß es besser, ich nicht. ich weiß aber auch nicht, wie viel besser er es weiß. er wird ihre uhr in ein neues leben tragen. vielleicht mit einem neuen “ich liebe dich”, vielleicht mit neuen batterien für die uhr, die dann einer anderen zuhörenden zeigen wird, dass dinge vergehen.
in einem anderen leben merke ich, dass es mich trifft. das ich versagt habe, in sehr vielen bereichen, nicht zu letzt als mensch, der hätte tun können, was er nicht tat. vermutlich ändert das nichts, aber ich hätte in die bahn steigen können, damals, im winter.Born to Defend on dvd Return to Never Land release