Archiv für Dezember 2009


jahreskurzrückblick

7. Dezember 2009 - 02:59 Uhr

drüben in der traumweite lag so ein klitzekleines stöckchen herum, ich nehms einfach mal mit her…

Bestes Musikalbum:
der OST zum [500]days of summer ist fabelhaft. ganze alben zu hören erforderte vermutlich gerade zu viel aufmerksamkeit, die ich nicht entbehren mag.

Beste DVD-Veröffentlichung:
ich habe keine ahnung. älter, aber die einzige dvd, die ich sah, die mir in erinnerung geblieben ist war “aktion mutante”. nicht, dass ich nicht ständig irgendwelche filme sehen würde, aber die sind selten auf dvd gebannt.

Bester Film:
“district 9″ war gut, “[500]days of summer” auch. vermutlich auch älter, aber erst in diesem jahr in mein bewusstsein gekommen ist “brothers bloom”.

Bestes Hörspiel/-buch:
hmtss. ich mochte das hörbuch zu walter moers “schrecksenmeister” und zu matt ruffs “bad monkeys”. das beste hörbuch wird aber das haus, allein, weil das buch mich einige nächte und viel verstand gekostet hat. ich bin gespannt, ob die hörspielversion da mithalten kann. die idee jedenfalls schafft es mein geekherz höher schlagen zu lassen.

Bestes Rollenspielregelwerk:
auch nicht aktuell aber erst in diesem jahr in meinen besitz gekommen: heredium. nicht meine spielwelt, nicht mein präferiertes system, aber eindeutig meine ideenwelt. tolle bilder. (wobei ich ja immer noch sehr in “opus anima” verliebt bin)

Bestes Buch:
“das haus” von mark z. danielewski.
ich mochte auch “verbrechen” von ferdinand von schirach und habs endlich geschafft “war z” von max brooks zu lesen. es gab da noch zwei handvoll mehr tolle bücher und ein paar wenige, bei denen ich nach hundert seiten einfach aufgehört habe…

Aufreger des Jahres:
schwierig in diesem jahr, weil mehr worstcaseszenarien eingetreten sind, als ich bedacht hätte, aber ich entscheide mich für: schlussmachen per mail.

aber das jahr ist ja noch nicht ganz vorbei und tut gerade so, als wolle es sich in den letzten tagen für einiges entschuldigen.

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vom supernannycasting - die letzte runde

3. Dezember 2009 - 20:17 Uhr

nicolausfeier des vereins, der mich anstellen soll. ich mittig zwischen klienten und kindern. binde zöpfe, puste kakao kalt, rühre zucker in tee, lasse mich von feuchtklebrigen kinderfingern befassen, trage ein drei monate altes kind während die mutter raucht, esse einen ungeliebten keks, smalltalke, stelle mich vor, erkläre, suche haargummies und karten eines spiels, knacke nüsse, baue eine schnabeltasse auseinander und zusammen, lächle, freue mich über meine erkältung und den fehlenden geruchsinn, kriege gesagt “weißt du was, ich hab dich lieb!”, räume dinge von einem zum anderen ort, niese, versuche das bewerten zu verschieben, trinke kaffee, wundere mich.
gehe nach hause. antwort in der nächsten woche. warten.

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vom supernannycasting

1. Dezember 2009 - 15:58 Uhr

sie braucht etwa eine halbe stunde um den fall zusammen zu fassen. meint, sie beschränke sich auf das wichtigste. man arbeitet schon seit jahren mit der familie. eigentlich seit generationen. multiproblemfall. ich versuche mir eckpunkte zu merken, sehe aber bald ein, dass es mehr ecken gibt, als ich finger habe um mitzuzählen. gerade liefe es ganz gut, aber die klientin sei fremden gegenüber etwas scheu. verständlich.
in der wohnung kann man kaum treten. es ist warm und die feuchte wäsche tut dem raumklima nicht besonders gut. mein sitzplatz für die nächste stunde befindet sich da wo platz ist: auf dem bett zwischen getragener kleidung. man fremdelt nicht mit mir, redet über das, was gerade tangiert. ich lächle, versuche bewertungen auf später zu verschieben. im stummen fernsehen jagen ritter drachen hinterher. das kind isst brav dosenravioli vom plastikteller. der instantcappucino, den ich dankend annehme, ist lauwarm, die tasse sauber. vielleicht ist das das einzige, was den fall vom lehrbuch unterscheidet. das und die tatsache, dass mein gegenüber kaum älter ist als ich.

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